Name gleich, andere Eigentümer

Helvita Untergruppenbach
Die neuen Helvita-Geschäftsführer Peter Paul Gruber (links) , Thomas Schmidt (rechts) mit Pflegedienstleiterin Katja de
Frenne und Schultes Joachim Weller. Foto: Thomas Braun


Untergruppenbach - Sie heißen Irmtraut, Linzer Berg, Amselhof, Haus der Generationen wie in Untergruppenbach oder Seniorenzentrum Leintal im Heilbronner Stadtteil Frankenbach. Dazu kommen noch weitere fünf Pflegeeinrichtungen, die unter dem Dach der Helvita Irmtraut GmbH vereint sind.

Bei dieser Unternehmensgruppe mit Sitz in Heidelberg hat es Anfang des Jahres einen Wechsel gegeben: Die beiden Altgesellschafter haben aus Gesundheits- und Altersgründen aufgehört. Das Unternehmen ist verkauft worden und nun wie ein Fonds aufgebaut. Es gebe eine Reihe von Investoren, informierte Peter Paul Gruber bei einem Pressegespräch in Untergruppenbach. Gruber ist wie Dr. Thomas Schmidt als Geschäftsführer für Helvita tätig.

"Der Name bleibt derselbe. Die Eigentümer sind andere und die Ansprechpartner auch", zeigt sich Bürgermeister Joachim Weller nach ersten Kontakten mit beiden Geschäftsführern sehr zufrieden. In der Schlussphase mit den alten Eigentümern sei es schwieriger geworden, einen Ansprechpartner zu finden. Das Unternehmen in der jetzigen Struktur sieht er "nun besser aufgestellt", und Nachhaltigkeit als Bestandteil der Unternehmensphilosophie findet Weller ebenfalls in Ordnung.

In zehn Jahren hat Helvita verschiedene Angebote für ältere und pflegebedürftige Menschen aufgebaut. Zehn Häuser sind es mittlerweile. Eine Expansionsstrategie sei weiter das Ziel, "die Eigentümerstruktur steht hinter Zukäufen", erklärt Gruber. Die Stärke und Größe des Unternehmens biete dabei eine größere Sicherheit für die Bewohner und auch für die Mitarbeiter.

Ein weiterer Vorteil sei, dass Erfahrungen aus allen Einrichtungen gesammelt und weitergetragen würden.

Andererseits lege das Unternehmen Wert darauf, dass sich die Häuser individuell entwickeln und "nie über einen Kamm geschert werden", so Gruber. Auf Lokalkolorit werde Wert gelegt.

Das Untergruppenbacher Haus der Generationen ragt mit seiner Möglichkeit der Begegnung von kleinen Kindern und älteren Menschen heraus. Keines der anderen Helvita-Häuser erfüllt dieses Profil. "Wir profitieren vom Know-how der einzelnen Häuser, tauschen uns aus und setzen gemeinsame Benchmarks", verdeutlicht Thomas Schmidt.

Führungskräfte treffen sich regelmäßig und legen teilweise weite Distanzen zurück. Fünf Häuser von Helvita sind in Rheinland-Pfalz, zwei in Baden-Württemberg, eines in Niedersachsen, und zwei weitere in Nordrhein-Westfalen.

In der Heidelberger Zentrale sitzt die Lohn- und Finanzbuchhaltung, ist das Qualitätsmanagement verortet - "alles in schlanker Form", so Gruber. Die Geschäftsführer begreifen sich bei all den unterschiedlichen Einrichtungen als Moderatoren: "Wir geben die Richtung vor, möchten aber die Häuser gehört wissen", sagt Schmidt.

Bürgermeister Weller erhofft sich Impulse von der neuen Zusammenarbeit. Die Gemeinde ist mit dem Haus der Generationen durch eine Kooperation verbunden. Pflegeheim und Kindertagesstätte teilen sich einen Innenhof, "es gibt einen regen Austausch, und die Kinder essen hier", sagt Weller. Kinder von Mitarbeitern des Pflegeheims können zu kommunalen Bedingungen in der Tagesstätte untergebracht werden. Katja de Frenne nutzt dieses Angebot, sie ist seit Mai dieses Jahres Pflegedienstleiterin. Die 31-Jährige kam aus Heilbronn und löste Angela Hehn ab. "Ich möchte die Einrichtung attraktiv gestalten", so de Frenne.

Als wichtige Aufgabe nennt Schmidt, das Pflegeheim weiter mit der Gemeinde zu vernetzen. "Wir wollen hier Präsenz zeigen. Mit Bürgermeister Weller haben wir einen motivierten Partner."

Artikel von Angela Groß
www.stimme.de vom 29.09.2011

 

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